King Georg Late Night


Vielfältige Kultur, durchtanzte Nächte, interessante Menschen und Gespräche – dafür steht das King Georg und so soll es bleiben. Seit gut einem Jahrzehnt ist das King Georg als Klubbar bekannt. Donnerstags liefen hier lässige Barsounds, an den Wochenenden ging es tanzbarer zu – die Theke des King Georg verwandelte sich quasi in die DJ-Kanzel eines Clubs. Auch nach den Umbauarbeiten und der Neuausrichtung als Jazz-Club stehen am Wochenende die DJs im Mittelpunkt – unter verbesserten technischen Bedingungen. Inhaltlich kümmert sich der DJ, Künstler und Vorstandsvorsitzende des Come Together Projekt e.V. Hermes Villena um das Klub-Programm an den Freitagen und Samstagen. Er hat schon an vielen Abenden das Publikum mit Schätzen aus seinem Plattenkoffer begeistert. Und wie bei den eigenen Sets setzt er auf ein breit gefächertes Spektrum an Musikrichtungen – und dazu auf ein Gerüst von vier Resident-DJs mit festen monatlichen Slots.

Die Produzentin und Künstlerin Viola Klein hat unter anderem Platten beim belgischen Label Meakusma und beim Berliner Label Workshop veröffentlicht und ist musikalisch stark in der Detroiter Club-Szene verwurzelt. Capatazz-Co-Host Korkut Elbay gilt mit seinen abwechslungsreichen Sets zwischen House, Disco, Americana, Italo und Afrobeat seit über zehn Jahren als Institution im Viertel. Carla Kaspari produziert seit über einem Jahr eine eigene Show bei dublab.de, Insel FM, in der ihre hintersinnigen und klugen Texte auf einen eklektischen Stilmix treffen. Und Lars Fleischmann ist ein weiteres soundtechnisch versiertes King Georg-Urgestein mit großem popkulturellen Wissensspeicher – lange Jahre als Booker tätig, dazu Taz-Autor und Stadtrevue-Redakteur sowie mit Infuso Giallo Betreiber des Labels Kame House.

Hinzu kommen zweimonatliche Sets der local heroes Keshavara, Chesney Tropicale, Pascal Schäfer sowie Hermes Villena selbst – darüber hinaus viele Gäste von außerhalb, die eine eigene, neue Note ins Klub-Programm einbringen. Neben Lesungen der „Literatur zur Zeit“-Reihe werden an den Wochenenden auch Live-Konzerte stattfinden. Da kann es wie bei den DJ-Sets durchaus mal in Richtung Jazz gehen. Sie werden das Straight-Ahead-Programm aber aus einer anderen Perspektive ergänzen.