20_Freidrich_Sunlight

Friedrich Sunlight

Friedrich Sunlight gibt es in dieser Besetzung seit ca. zwei Jahren. Bernd am Piano und Sänger Kenji Kitahama komplettierten die fünfköpfige Popband, die ihre Musik als Gegenentwurf zur lyriklastigen deutschen Diskurspop-Szene versteht: „Wir binden unsere Texte in Melodien ein, statt Gedichte zu vertonen“, heißt es dazu aus Augsburg. Das ist den größtenteils live eingespielten Songs anzuhören: Entwaffnende Arrangement und Ohrwurm-taugliche Melodien treffen auf vielschichtige Harmoniegesänge. Wir haben 100 zufällig ausgewählte Pop-Musik- Aficionados und Pop-Musik-Aficionadorettes befragt: 50 % fühlten sich an eine 2.0 Version der früh 66er Beach Boys erinnert, weitere 42 % an die Zombies (keine Angabe, bzw. uneindeutig: 8 %)

Kenji stammt aus Kalifornien und zog vor acht Jahren der Liebe wegen nach Bayern. Nichts gegen Bayern, aber vom Sunshine State in den Freistaat zu ziehen? Schon a bisserl überspannt. Nicht, dass wir bei Tapete Records was gegen Exzentriker hätten. Das ist im Gegenteil quasi Einstellungsvoraussetzung. Und so wurden wir hellhörig, als Ronny Pinkau, Inhaber des fantastischen Labels Kleine Untergrund Schallplatten (checkt es aus, Kiddos!) uns eine inzwischen vergriffene Vinyl-7“ von Friedrich Sunlight zukommen ließ. Großartig! Als hätten The Association zusammen mit dem jungen Manfred Krug Songs aufgenommen. Aus dem Brill Building als Berater zugeschaltet: Mr. Burt Bacharach. Tapete Records wäre kein POP-Label, wenn nicht sofort gehandelt worden wäre. Und so kamen wir A&M (1416 North LaBrea) zuvor. Friedrich Sunlight ist eine Band, wie es sie kein zweites Mal gibt („Kann ja jeder sagen“, meint der Klugscheißer, aber Klugscheißer mag niemand. Stimme aus dem Off: „Fast niemand!“). Nennt es, wie ihr wollt: Harmony-Pop, Sunshine-Pop, Soft-Rock – aber liebt es!

Donnerstag, 20.04.2017
Einlass: 20 Uhr
Beginn: 21 Uhr
VVK: TixForGigs
AK: 12€