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Britt Weyde und Frederik Caselitz – Mixtape: Hiphop Latino

Der gute alte Hiphop ist nun über 40 Jahre alt. Er ist dominante Gegenwartskultur, er ist Pop, ein Riesengeschäft. Heute Abend ertönt der Rap (hauptsächlich) auf Spanisch, denn der Blick fällt auf den lateinamerikanischen Kontinent, seine Hiphop-Geschichte und Gegenwart. Das globale Erfolgsgenre hat auch lateinamerikanische Wurzeln: Zu den Pionieren des Hiphop Mitte der 70er Jahre in New York gehörten Latino-Musiker.
Hiphop ist einerseits Mainstream, aber auch Subkultur, die immer vielfältiger wird, die Rap-Nischen in Lateinamerika sind indigener Rap, Afrolatino-Rap, feministischer oder queerer Rap. Auch Trap boomt und der bekannteste Gangsta-Rap kommt aus Mexiko.

Die Radktion der Zeitscrhift „ila“ ist auf eine Menge altgedienter und frischer Acts gestoßen, darunter auffällig viele weibliche. Die in Deutschland und Mexiko aktive Rapperin Taiga 13 dazu: „Insgesamt habe ich das Gefühl, dass es in Lateinamerika mehr Rapperinnen gibt, die auch mehr akzeptiert werden. Meine persönliche Erfahrung ist, dass hier in Deutschland die Männer stärker versuchen, das Terrain zu schützen.“

Lesung mit audiovisuellen Beispielen, danach DJ-Set mit Britt Weyde und Frederik Caselitz. Beide gehören zur Redaktion der Zeitschrift „ila“ (Bonn) und sind begeisterte nebenberufliche AuflegerInnen (Brigadistak Sounds, Transatlántico).

Donnerstag, 27. April 2017
Einlass: 20 Uhr
Beginn: 21 Uhr
Eintritt: 6 Euro